Im Rahmen unserer vier grundlegenden kommunalpolitischen HandlungsfelderDRAN“ (Demografie, Regionalentwicklung, Arbeitsplätze, Nachhaltigkeit bei Verkehr und Energie) hat der Landesverband immer wieder darauf hingewiesen, dass nicht nur die ärztliche Versorgung, sondern auch die Nahversorgung in den ländlichen Räumen besonders gefährdet ist. Der Sog der Zentren und Verdichtungsräume, verbunden mit dem Strukturwandel im Einzelhandel und einem deutlich veränderten Konsumverhalten haben dazu geführt, dass sich die Zahl der wohnortnahen Versorgungsgeschäften mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs in den letzten Jahren erheblich reduziert hat. Die Folgen für die kleineren Gemeinden werden immer deutlicher sichtbar: Leerstände und das sogenannte „Tradingdown-Syndrom“ greifen um sich. Stadt- und Dorfkerne „altern“ schneller und verlieren mehr und mehr ihre lebendige, gestaltende Zentrumsfunktion.

Einige Kommunen und innovative Unternehmen haben diese Herausforderungen angenommen und sind auf der Suche nach zukunftsfähigen Lösungen für ihre Ortskerne und für eine fußläufige Nahversorgung. Der jetzt neu herausgegebene Leitfaden enthält wertvolle und mutmachende Beispiele, die zur Nachahmung empfohlen werden. Ob die wohnortnahe Versorgung auch in Zukunft in den Dörfern und kleineren Gemeinden erhalten werden kann, liegt mit auch an dem Engagement und dem Einkaufsverhalten der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Sie, die Gemeindeverwaltungen und die innovativen, engagierten Unternehmerinnen und Unternehmer sind es letztlich, die das letzte Wort darüber sprechen, ob es in Zukunft noch einen Bäcker, Metzger oder ein kleines Lebensmittelgeschäft am Ort geben wird.

In dem Leitfaden finden Sie auch Beispielrechnungen sowie Informationen zu Fördermöglichkeiten. Wir haben den neuen, aktuellen Leitfaden hier zum Download bereitgestellt: Leitfaden_Nahversorgung_2015


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