17. Februar 2017

Freie Wähler Ulm Valentinsempfang 2017: Manfred Spitzer warnt vor digitaler Demenz, Smombies und „Morbus Google“

Eine der traditionsreichsten Veranstaltungen im Jahr der Freien Wähler Ulm ist der Valentinsempfang im Ulmer Stadthaus. Diese Veranstaltung hat sich mittlerweile zu einer gesellschaftlichen Pflichtveranstaltung entwickelt und so war es auch nicht verwunderlich, dass Vorsitzender Reinhold Eichhorn viele Ehrengäste, darunter Alt-OB Ivo Gönner und den Landesvorsitzenden BM Wolfgang Faißt begrüßen konnte. Zunächst zeigte der Fraktionschef die Erfolgs- und Halbzeitbilanz der Freien Wähler Ulm kurz zusammengefasst auf. „Als stärkste Fraktion waren wir Impulsgeber für alle wichtigen Vorhaben der Stadt. Dazu zählen die Tiefgarage am Bahnhof, die Sedelhöfe, der Ausbau der Kitas und die Beschlüsse zur Struktur der Betreuung und Unterbringung der Flüchtlinge“, so Eichhorn.

Dass ein riesiges Investitionspaket auf den Weg gebracht wurde, ohne neue Verschuldung, darauf war auch der neue Oberbürgermeister Gunter Czisch in seinem Grußwort richtig stolz. Er forderte angesichts der aktuellen, beunruhigenden politischen Lage auch ein aktives Eintreten jedes Einzelnen für unsere demokratische und pluralistische Stadtgesellschaft ein. „Uns geht es eigentlich gut – und wir können das Wort eigentlich – jetzt auch mal streichen“, so der Ulmer OB. Damit das so bleibt, dafür werde der Ulmer Gemeinderat samt OB auch in den nächsten Jahren „bis 2030“ die entsprechenden Beschlüsse fassen. Ulm gehört zu den Städten in unserem Land mit dem höchsten Zukunftspotential.

Wie gewohnt pointiert, aufrüttelnd und unterhaltsam präsentierte Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer aktuelle Forschungsergebnisse und warnte vor den Gefahren, die die übermäßige Tablett- und Smartphone-Nutzung mit sich brächten. Das könne abhängig machen. In Südkorea liegen z.B. Zahlen vor. Das sei zugleich auch das Land, aus dem die meisten Smartphones herkommen und in dem die digitale Infrastruktur am besten ausgeprägt sei. Dort habe man unter den 10- bis 19-Jährigen über 30 Prozent mit nachgewiesener Smartphone-Abhängigkeit festgestellt. Seine Informationen über „Morbus Google“ stießen bei dem Publikum ebenfalls auf großes Interesse. Nur wer bereits über ein ordentliches Grundwissen verfüge, könne sinnvoll mit dem Internet umgehen, war eine weitere These des Ulmer Wissenschaftlers. Mehr zu diesen Themen können Sie in seinen Büchern nachlesen, u.a. Digitale Demenz, Cyperkrank, Vorsicht Bildschirm oder Dopamin & Käsekuchen.

 



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