Kreis Waldshut. Der Offene Brief des Züricher Stadtpräsidenten Ledergerber und die auf deutscher Seite zusammengetragenen Gegenargumente beschäftigen die Freien Wähler (FW) im Kreis Waldshut. Wie der Kreisvorsitzende Franz Waßmer (Bad Säckingen) gegenüber unserer Redaktion feststellt, komme es letztlich nicht darauf an, wer Recht hat, sondern dass für die bestehenden Probleme eine verträgliche Lösung gefunden wird, die die Belastungen für die Menschen beiderseits des Rheins ausgewogen und fair verteilt. Dabei stehe es für die Freien Wähler außer Frage, dass eine Verknüpfung mit Themen wie Müllverbrennung, Abnahme der Autobahn A 98 auf Schweizer Gebiet u.ä. überhaupt nicht in Frage komme. Die Fluglärmproblematik müsse für sich betrachtet und für sich gelöst werden.

Unterstützung bekam Landrat Bollacher, der sich über den Brief Ledergerbers erzürnt hatte. Auch nach FW-Auffassung ist das verbale Herausholen von Folterwerkzeugen ungeeignet, die Problematik zu lösen. Letztendlich gehe es um Menschen, denen die Belastungen, die im Übrigen menschengewollt entstehen, ausgewogen zugemutet werden müssen.

Franz Waßmer stellte auch klar, dass es an der Zeit sei, in Deutschland endlich das Flugbenzin zu besteuern, und EU-weit eine einheitliche Regelung herbeizuführen. Es sei unerträglich, dass Bahnfahrten in den Norden des eigenen Landes das 10-fache und mehr eines Fluges kosten. Billigflüge, so Waßmer, erzeugen mehr Flugbewegungen und bringen damit auch mehr Belastungen mit sich.

Waßmer forderte die Verhandlungsführer der Interessensgruppen um die Verteilung der Lasten auf beiden Seiten des Rheins auf, ohne Drohgebährden miteinander im Gespräch zu bleiben. Zum Schutze unserer Umwelt müsse nach FW-Meinung eine Lösung auch beinhalten, Flüge und damit Lasten zu vermeiden.

Ansprechpartner:

Kreisverbandsvorsitzender Franz Waßmer
Lindenmatten 10
79761 Bad Säckingen
Tel. 07761 – 9337299


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