Die Freien Wähler Karlsdorf-Neuthard hatten mit dem Bildungswerk für Kommunalpolitik BW e. V. erstmals zum Forum „Jugend und Politik“ eingeladen. Zahlreiche Zuhörer und interessierte Freie Wähler aus insg. 13 Ortsverbänden waren gekommen, um sich zu informieren, wie junge Menschen Politik auf kommunaler Ebene gestalten können.

Robby Geyer, Referent der Landeszentrale für politische Bildung, zeigte die vielfältigen Möglichkeiten der Jugendbeteiligung auf. In Baden-Württemberg gibt es aktuell ca. 83 Jugendgemeinderäte, etwa 45 Kommunen haben einen Jugendbeirat, etwa 60 ein Jugendforum und ca. 30 veranstalten sogenannte Jugendhearings. Interessant waren die konkreten Projekte in einzelnen Gemeinden und insbesondere die Erfahrungen mit Jugendlichen im Rahmen einer schulischen Kommunalwoche. Hier schlüpfen die Jugendlichen in die Rolle eines Gemeinderates und lernen, Positionen zu argumentieren und Kompromisse zu finden. Eine solche Woche endet meist mit einem Speed-Dating, bei welchem Schüler den Bürgermeister und Vertreter des Gemeinderates kennenlernen. Seinen Vortrag finden Sie auf dem Link am Ende des Berichtes (Seite der Freien Wähler Karlsdorf-Neuthard).

Lebhaft und ausgesprochen informativ war die anschließende Diskussionsrunde. Über ihre praktischen Erfahrungen mit Jugendbeteiligung berichteten Bürgermeisterin Ute Göbelbecker (Dettenheim), Freie Wähler Landesvorsitzendem und BM Wolfgang Faißt (Renningen), Bürgermeister Martin Büchner (Oberhausen-Rheinhausen) sowie Ortsvorsteherin und Freie Wähler Landesvorstandsmitglied Heike Christmann (Karlsbad-Ittersbach). Von ihnen wurden an dieser Stelle  genannt

  • die Neugestaltung eines Jugendhauses,
  • der regelmäßige Rathausbesuch von Schulklassen sowie
  • die Einrichtung eines „scater parks“.

Nicolas Kneis konnte als Vertreter der jungen Generation seine Sichtweise zum Thema social media in die von Klaus Brenner moderierte Diskussion mit einbringen (beide Freie Wähler Karlsdorf-Neuthard). Überzeugung aller war, dass eine Jugendbeteiligung nur dann funktioniert, wenn der Austausch auf Augenhöhe erfolgt. Mit einer „nur vordergründig ernst nehmen“-Mentalität oder einer „ich hab doch die größere Erfahrung“-Haltung“ seitens Bürgermeister, Gemeinderäte und kommunalpolitisch Aktiven wird eine Jugendbeteiligung in welcher Beteiligungsform auch immer nicht funktionieren. Eine ausführliche Berichterstattung mit Fotos finden Sie hier.


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