Nun ist es auch amtlich und offiziell, was viele Freien Wählerinnen und Wähler als Ergebnis bei den Kommunalwahlen 2014 immer befürchet hatten. Das neue Auszählverfahren nach Sainte-Lague/Schepers hat die Zusammensetzung der Gremien in den Städten und Gemeinden wie folgt verändert.

1. Die kleineren Listen haben in besonderer Weise von dem neuen Auszählverfahren profitiert.
2. Die Zusammensetzung und Größe der Gremien wurde spürbar verändert (mehr kleinere Listen, tendenziell kleinere Gremien).

Die Auswertung des Statistischen Landesamtes umfaßt insgesamt 318 Seiten. Besonders empfehlenswert sind die Anlagen und Zusammenstellungen ab der Seite 277. Auf die Ausführungen des Staatsanzeigers für Baden-Württemberg Nr. 27 vom 10. Juli 2015 zu diesem Thema wird empfehlend hingewiesen.

Die gesamte Landtagsdrucksache Nr. 15/Auswertung können Sie hier abrufen: Landtag_BW_Drucksache_15_6750_Juni_2015

Auf der Seite 278 ist ersichtlich, dass beispielsweise die CDU nach dem neuen Auszählverfahren insgesamt 176 Sitze weniger erhalten hat. Die SPD kommt auf ein Plus von 10 Sitzen, die FDP auf ein Plus von 37 Sitzen und die Grünen auf weitere 18 Sitze. Die Wählervereinigungen hätten nach dem alten Auszählverfahren in den Gemeinderäten 49 Sitze mehr erhalten.


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